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Von der Wiege in die Welt

Seit dem 16. Jahrhundert wird in Altena und der Region Draht gezogen. Was einst mühsam von Hand gefertigt wurde, entwickelte sich zu einer Industrie, die Altena bis heute prägt. Der besondere Rohstoff dafür war das sogenannte Osemundeisen, ein außergewöhnlich weiches Eisen, das sich zu feinem Draht ziehen ließ.

Aus den kleinen Drahtrollen entlang der Bäche und Flüsse des Sauerlands entstand eine Industrie von Weltrang. Altena wurde zur Wiege des Drahtes und ist bis heute ein bedeutendes Zentrum der internationalen Drahtproduktion.

Dabei ist Draht längst mehr als ein Stück Metall. Er steckt in Stromleitungen, Fahrzeugen, Maschinen, Kommunikationstechnik und zahllosen Dingen unseres Alltags. Ohne Draht gäbe es vieles, was unsere Welt miteinander verbindet, schlicht nicht.

Die Geschichte des Drahtes ist deshalb auch die Geschichte Altenas: eine Geschichte von Erfindungsreichtum, harter Arbeit, Wasserkraft und industriellem Wandel. Und wer heute durch die Täler rund um Altena fährt, kann ihr noch immer begegnen: in historischen Drahtrollen, alten Industrieanlagen und den großen Drahtrollen moderner Unternehmen.

Draht zum Anfassen

Deutsches Drahtmuseum

Als Wiege der Drahtindustrie erzählt Altena im Deutschen Drahtmuseum die Geschichte eines Werkstoffs, der die Stadt und die Region bis heute prägt. Wie wurde Draht früher hergestellt? Wie mühsam war das Drahtziehen von Hand? Und wo begegnet uns Draht heute überall?

Im Museum kannst du die Entwicklung der Drahtproduktion nachvollziehen - von den Anfängen im Sauerland bis zu den vielfältigen Einsatzmöglichkeiten in unserer modernen Welt. Spannende Exponate und anschauliche Einblicke machen Industriekultur greifbar.

 

Kostenlose Führungen

Von Mai bis Oktober kannst du das Deutsche Drahtmuseum an jedem ersten Sonntag im Monat bei einer kostenlosen Führung entdecken. 

Führungen: 14 und 16 Uhr
Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.


Öffnungszeiten: Di-Fr 9:30-17:00 / Sa-So 11-18 Uhr / Mo geschlossen

Geschlossen: 24.12., 25.12., 31.12. und 01.01. 
 

Mehr erfahren

Drahthandelsweg

Der historische Drahthandelsweg erstreckt sich über etwa 32 Kilometer durch das märkische Sauerland und verbindet Altena mit den Städten Lüdenscheid und Iserlohn. Entlang dieses Pfades transportierten einst die Reidemeister ihre Drahtrollen entweder mit Pferdekarren oder zu Fuß in die benachbarten Städte, wo sie dann weiterverarbeitet wurden. Heutzutage ist es ein Vergnügen, entlang dieses Weges durch Wiesen und Wälder zu schlendern, dabei die zahlreichen Aussichtspunkte zu genießen und die Industriedenkmäler zu erkunden. Die Drahtrollen entlang des Weges erzählen dabei die faszinierende Geschichte des Drahtes.

Zum Streckenverlauf und weiteren Informationen geht es hier:

www.drahthandelsweg.de

Eisenstraße Südwestfalen

Die Eisenstraße Südwestfalen führt natürlich durch die Drahtstadt Altena und lässt Industriekultur in Südwestfalen für Groß und Klein erlebbar werden. Die Strecke führt durch 16 Kommunen von Hagen bis nach Burbach entlang vieler Fabriksen, Industriedenkmäler und Erlebnisorte.

Den Erlebnisführer zur Eisenstraße gibt es im Buchhandel ISBN 978-3-8375-1669-2 oder direkt online beim Klartext-Verlag.

Weitere Infos zur Eisenstraße

Drahtrolle am Hurk

Die Drahtrolle in Evingsen ist Altenas Geheimtipp in Sachen Industriekultur. Wo noch bis ins 19. Jahrhundert mit Hilfe von Wasserkraft Draht gezogen wurde, ist heute ein kleines Museum beherbergt. Es wird vom Heimatverein Evingsen liebevoll gepflegt und stellt dar, wie damals Draht gezogen und Ahlen geschliffen wurden. Das niedliche Bruchsteingebäude mit Wasserrad kann von außen immer betrachtet werden. Für eine Innenansicht bitte vorher anmelden:

Heimatverein Evingsen // Herr Friedrich Wilhelm Klinke
Tel.: 02352 75380

Weitere Infos zur Drahtrolle

Drahtbaum Allee

Seit der Jahrtausendwende säumen sie die Lennepromenade und erleuchten das Stadtbild zur Weihnachtszeit: Altenas Drahtbäume sind wahrscheinlich die herausragendsten Drahtskulpturen der Stadt. Sie symbolisieren Altenas tiefe Verbindung zum Draht und gleichzeitig zur Natur. Ohne deren Geschenke wie Eisenerzvorkommen, Wasserkraft und üppige Wälder zur Holzkohleverhüttung die Drahtindustrie nicht hätte wachsen können.

Als Mini-Version sind die Drahtbäume im Erlebnisaufzug in 4 Größen von 10 cm bis 25 cm erhältlich. Sie machen sich hervorragend als unverwechselbares Souvenir oder Gastgebergeschenk.

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